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Vereinsgeschichte
Zur Gründung des damaligen Zweigvereins Utfort im DVG kam es im
Dezember 1952, als sich 9 Hundefreunde
zusammenschlossen.
Der Vorstand bestand
aus Vorsitzendem,
Schriftführer und dem
Ausbildungswart. Der
enorme Kassenbestand von
159 DM wurde
durch
Hutsammlungen und
Aufnahmegebühren
zusammengekratzt.
Ein erfahrener
Hundeführer als
Ausbildungswart, in einem
selbstgefertigten
Hetzmantel aus Zuckersäcken,
auf einem unebenen Gelände (einer
früheren
Müllkippe) die
wahre Herausforderungen aller Hundesportler.
Am 17. Mai 1953
starteten bereits drei Hundeführer beim
Städtewettkampf in Menzelen,
belegten aber
leider nur
den letzten Platz.

Zum ersten Übungsplatzwechsel kam es im Juni 1953. Man
zog um auf ein unebenes Gelände
neben
dem
Sportplatz in
Utfort. Dort
fand dann auch die
erste
Herbstprüfung im
Oktober auf einem bis
dahin
verhältnismäßig
gut hergerichteten
Übungsplatz statt. Die
Mitgliederzahl stieg in
dieser Zeit bereits auf
23 an.
Die gute
Zusammenarbeit
zwischen
Ausbildungswart und
den
Hundeführern, sowie die tatkräftige
Unterstützung in
finanzieller und materieller
Art einiger
Sportskameraden, trugen dazu bei,
dass der Zweigverein Utfort
schnell im ganzen
Kreisverband und darüber
hinaus bekannt wurde.
Bei einem
erneuten Städte-Wettkampf der
Kreisgruppe
Moers-Krefeld in Repelen konnte
unser
Zweigverein mit
545
Punkten den 2. Platz
belegen.
Doch
dann
im Jahre 1955 mußte
auch der zweite
Übungsplatz gewechselt
werden. Die Gemeinde
Rheinkamp hatte das
Gelände als Baugelände
verkauft. Für das
inzwischen aus eigenen
Mitteln erbaute
Vereinsheim (Holzgebäude mit
Bestuhlung,
Fensterbehängen und komplettem
Innenanstrich)
wurde
dennoch keine
Entschädigung gezahlt,
obwohl die damalige
Gemeinde
Rheinkamp das Gelände sehr ideal im
Rahmen
einer
geschlossenen
Sportanlage empfohlen
hatte.
Das
von unseren
Mitgliedern innerhalb
von zwei Jahren mit
großer Mühe und vielen
Opfern erbaute
Übungsgelände war
verloren.
Unser Glück hieß
Ernst Springer
(Vorsitzender), ein
echter
Sportsfreund und Organisator. Ihm
gelang
es in
kürzester
Zeit ein
neues Gelände von der Rheinpreußen AG
zu
pachten. Es wurde
wiederum gearbeitet,
gespendet und so ganz
nebenbei fleißig mit den
Hunden geübt. Der Erfolg blieb nicht aus.
Bei
der
Kreisausscheidung der Kreise Krefeld und Moers
im August
1955 ging der Deutsche Schäferhund
"Renz" mit
288 Punkten als Sieger
hervor.
Durch den
unermüdlichen Einsatz
und das fachliche Wissen
des Vorsitzenden
Ernst
Springer und die
tatkräftige Hilfe und
Spendenaktionen der
nunmehr 36
Mitglieder,
konnte im Jahre 1957
wohl das schönste und
größte Vereinsheim im
Verbandsbereich des DVG
eingeweiht werden.
Im
März 1959
schloss sich
unser Verein
dem DSV
an.
Bei der Wahl über die Austragungsorte der
ersten
DSV-Siegerprüfung
stimmte die
Versammlung für
Utfort.
Austragungstermin
dieser Prüfung war
der
24./25. Oktober 1959.
Mitten in den
fieberhaften Vorbereitungen
für diese
Großveranstaltung
verstarb am 30. Juni 1959
unser
Vorsitzender Ernst Springer im Alter von
57
Jahren. Das war ein
großer Schock für alle
Sportsfreunde. Doch Dank
der tatkräftigen
Unterstützung des
Hauptvereins, insbesondere
des damaligen
Vorsitzenden, Sportkamerad Franz
Neuß, war die erste
DSV-Siegerprüfung trotz
allem ein voller Erfolg.
Der Schirmherr
dieser
Veranstaltung,
Inspekteur der Landespolizei Düsseldorf, Herr
Guenting, richtete
anerkennende Worte an die
Hundeführer und an
den
Ortsverein Utfort.
Besonders gelobt wurde
die hervorragende
Platzanlage mit dem
mustergültigen
"Ernst-Spinger-Heim".

Ende 1962 die erschreckende Nachricht: Die
Rheinpreußen AG kündigte das Pachtverhältnis
über das so vorbildlich
hergerichtete
Übungsgelände. Das war
für manchen
Sportskollegen zu
viel. Der Mut verließ die
Hundefreunde und die
Leistungen
entsprachen
der allgemeinen
Stimmung.
Der im
Januar
1963 neu gewählte
1. Vorsitzende Sportkamerad Heinrich
Herbst,
bemühte sich
vergebens, die Kündigung
rückgängig zu machen.
Es
gelang ihm aber, noch
im Jahre 1963 ein neues
Gelände von der
Rheinpreußen AG
anzupachten. Dort befinden
sich jetzt die
Wasserbunker der Stadtwerke
Moers.
Nach dem
allgemeinen Tief ging es
dann bis 1973 wieder
aufwärts im
Vereinsleben. So wurde dann dem
Ortsverein Utfort 1974 die
Ausrichtung der
Kreisausleseprüfung
zugesprochen. Anerkennung
fanden
hierbei die gezeigten Leistungen und
die gute
Organisation.
Nach
diesem erfreulichen
Aufschwung platzte dann
1976 wiederum eine
Kündigungsbombe auf den
Schreibtisch des
Vereins. Das gesamte
Übungsgelände (außer
Vereinsheim) wurde
durch
die "Deutsche Texaco"
aufgekündigt. Alles
schien verloren. Die Stadt
Moers - Stadtwerke Moers - hatten das
Gelände
aufgekauft. Nach
langen und hartnäckigen Verhandlungen
zwischen
unserem
Vorsitzenden G. Lisken und
den
Stadtwerken Moers
gelang
es, das Gelände
als Übungsplatz für 10 Jahre
zu pachten.
Mittlerweile ist dieses
das 5. Übungsgelände
in
25 Jahren
Vereinsgeschehen.
Was aus dem
ehemaligen
Trümmergrundstück durch den Einsatz
unserer
Hundefreunde
und durch die
Unterstützung der Stadtwerke Moers heranwuchs,
hat bis
heute noch
Bestand.
1977 richtete der
DSV - Utfort anlässlich
seines 25 jährigen
Vereinsbestehens die
Landesausscheidung im DSV
aus. Auf dieser Veranstaltung
qualifizierten
sich R.
Reck mit Arko (2. Platz) und H. Roelke mit
Pirat (3.Platz) und der
Weg war frei zur
Bundessiegerprüfung im
VLDG. Dieses Jubiläum
und die
Landesausscheidung waren ein toller
Erfolg in der
Vereinsgeschichte, so dass sich
der Verein
sportlich
und hinsichtlich der
Mitgliederzahl von Jahr zu Jahr steigerte.
Doch wie soll es anders
sein…1982 war es wiedermal soweit, der Verein
musste einen
Platzwechsel vornehmen.
Die
Stadtwerke benötigten das Gelände,
halfen aber
zusammen mit
der Stadt Moers, dass ein neues zur
Verfügung
gestellt
werden konnte. Dieses
musste
ebenfalls mit viel
Fleiß
und
Arbeitseinsatz der Mitglieder als
Übungsplatz
hergerichtet
werden. Leistungsträger des
Neuaufbaus waren
u. a.
H. Weyhofen und
R. Zens.
Aufgrund
der
Aufbauarbeiten des
neuen Übungsgeländes
konnte kein regelmäßiger
Übungsbetrieb
abgehalten
werden und die
Mitglieder mußten bei
befreundeten
Vereinen
trainieren.
Diesen
Vereinen gilt heute noch unser Dank.
1986 plante der Verein den
Wechsel zum DVG. Jedoch durch Unstimmigkeiten
innerhalb des Vereins
kam es sogar zu einem
Jahr der
Verbandslosigkeit. 1988 wurde
Rheinkamp
- Utfort im
DVG aufgenommen. Diese
Entscheidung war
wichtig, da der sportliche
Bereich im DVG vielseitiger ist.
15
eigene VPG III
– Hunde, ohne VPG I -
und VPG
II - Hunde
einzurechnen, konnten wir lange
Zeit zählen.
Viele Sportsfreunde in Nah und
Fern
wissen noch heute,
wie oft der MV -
Rheinkamp
–Utfort ganz weit
vorne
stand.
Viele
Kreismeister
und Teilnehmer
an
Landesausscheidungen stammten aus unserer
Mitte. Auch bei
Deutschen
Meisterschaften
waren Utforter Hundefreunde
vertreten. Die
FH
-
Kreismeisterschaften und –
Landesausscheidungen besuchten wir
als
Hundeführer häufig.
Heute
haben wir einen guten
Bestand von 10
Hundeführern. Auch die alten
Sportsfreunde
sind noch
bei uns, obwohl sie vielleicht schon keinen
Hund mehr führen sind
sie da. Dieses ist uns
wichtig und liegt uns
sehr am Herzen.
Im
Januar 1990
wurde
Friedrich - Kurt Gräser zum
ersten
Vorsitzenden
gewählt. Seit
nunmehr 17 Jahren
befindet er sich im Amt
und ist seit 2005
ebenfalls Vorsitzender
der Kreisgruppe
Moers.
Mit
seinen
langjährigen
Vorstandsmitgliedern
u.a. M.
Ahlborn (Geschäftsführerin) und
Ehemann, G.
Rosomm
(Kassierer), N. Tamborrino (Ausbildewart +
Ehrenmitglied), H.
Rölke, L. Reinders (Helfer)
und D. Kühne
(Ehrenmitglied) wurde
der Verein
erfolgreich in eine neue Zeit
geführt.
Rückblickend
auf 50
Jahre Vereinsgeschichte mit Höhen und
Tiefen,
hoffen wir, Ihnen
einen
kleinen Einblick
in
das nicht immer leichte
Vereinsleben eines
Hundesportvereins
geboten zu haben, in dem die
Mitglieder immer
wieder
hoffnungsvoll in die
Zukunft blicken…
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